Für die aktuelle Folge von „Zukunft Orange“ waren wir in der Nähe von Bremen zu Gast bei Martina Haacke, technische Bereichsleiterin bei STRABAG Umwelttechnik. Im Podcast spricht sie über ihren Weg in eine männerdominierte Branche, über Führung auf Augenhöhe und darüber, warum sie sich trotz aller Hürden immer wieder bewusst für ihren Beruf entschieden hat.
„Es war eigentlich die Begeisterung, dass ich was erschaffen wollte“, sagt Martina Haacke rückblickend. Ursprünglich entschied sie sich für ein Architekturstudium, schrieb sich jedoch in letzter Minute in Bauingenieurwesen um – eine Entscheidung, die sie nie bereut hat. „Ich glaube, da habe ich nicht dran gezweifelt.“
Der Einstieg in die Branche war nicht frei von Widerständen. Als junge Bauleiterin wurde sie regelmäßig gefragt, wie es sei, „als Frau auf der Baustelle“. Doch anstatt sich beirren zu lassen, entwickelte sie ihren eigenen Stil – sachlich, teamorientiert und klar in der Haltung. Besonders wichtig ist ihr bis heute die Zusammenarbeit: Führung versteht sie nicht als Einzelrolle, sondern als gemeinsames Projekt. „Ich arbeite sehr auf Augenhöhe.“
Mittlerweile verantwortet sie ein großes Team. Ihr Führungsstil ist geprägt von Offenheit, Entwicklungsmöglichkeiten und gegenseitigem Respekt. Sie fordert Leistung, gibt aber auch Raum für Ideen. Herausforderungen gehören für sie dazu – sowohl fachlich als auch strukturell.
Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Haacke betont, wie wichtig Flexibilität und unterstützende Führung sind. Sie möchte zeigen, „dass das geht“ – gerade im technischen Bereich, der nach wie vor stark männerdominiert ist.
Was sie antreibt? Die Projekte, die Menschen und die Dynamik der Branche. „Weil die Projekte einfach super interessant sind“, beschreibt sie ihre Motivation. Und auch nach vielen Jahren gilt für sie noch immer: Bauingenieurin zu sein, ist mehr als ein Beruf – es ist eine Haltung.
Ihr Rat an junge Menschen, insbesondere an Frauen, die über einen Weg in die Baubranche nachdenken: offen bleiben, Erfahrungen nutzen und den eigenen Zielen treu bleiben. Denn am Ende zählt nicht das Vorurteil, sondern die Überzeugung.