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„Wir freuen uns darauf“, strahlt N-JOY Moderator Andreas Kuhlage im 17. Stock der Nord/LB Hannover. Gerade hat er hier zusammen mit dem Chef der Staatskanzlei, Dr. Lothar Hagebölling, den Organisatoren der IdeenExpo und traumhaftem Blick aufs sommerliche Hannover das Rahmenprogramm der IdeenExpo 2009 vorgestellt. Was die Verantwortlichen auf die Beine gestellt haben, kann sich sehen lassen.

Pressekonferenz am 14.08.2009

„Der NDR als Medienpartner und einer der Aussteller der IdeenExpo verbindet auf der IdeenExpo Informationen mit Entertainment“, erklärte Kuhlage während des Pressefrühstücks am 14. August den interessierten Medienvertretern. „Die IdeenExpo 2009 bietet den jungen Besucherinnen und Besuchern ein großes Angebot an Workshops, Experimenten und Live Musik.“, verspricht auch der Chef der Staatskanzlei, Dr. Lothar Hagebölling, neun bunte IdeenExpo-Tage.

Experimentieren mit Ranga, Wissen von Willi und Artewis

Insgesamt wird es auf der IdeenExpo über 600 Vorträge und Workshops geben. Für das tägliche Programm stehen vier Themenbühnen bereit. Hier werden prominente Wissensvermittler wie Ranga Yogeshwar (Wissenschaftsredakteur und Fernsehmoderator beim WDR) oder Willi Weitzel (Moderator der KI.KA Sendung „Willi wills wissen“) die Besucher in die wundersame Welt der Naturwissenschaften und Technik entführen und viele spannende Fragen klären. Dass es hier nicht nur langweilige Vorträge zu vermeintlich trockenen Themen geben wird, dürfte klar sein. Namen wie Juri Tetzlaff (Moderator beim Kinderkanal KI.KA) oder Wigald Boning (bekannt aus der Sat1 Show „clever! – Die Show, die Wissen schafft“) versprechen eher lautstarke, dampfende Explosionen als trockenen Unterrichtsstoff. Heiß und lehrreich geht es auch bei der extra für die IdeenExpo entworfenen „Feuershow“ von Artewis zu. Infotainment auf höchstem Niveau ist das Ziel der IdeenExpo.

Familiensonntag und Studententag

Dass Naturwissenschaften nicht nur für Schüler interessant sind, wollen die Veranstalter an zwei besonderen Tagen zeigen. Am Sonntag, den 6. September, gibt es einen großen Familiensonntag. Star des Tages ist dann KIKA-Moderator Willi Weitzel. Die kleinsten Besucher können an diesem Tag bei der Produktion der Kindersendung zuschauen und auf zahlreichen Lerninseln spannende Dinge über die Naturgesetze erfahren.

Unter dem Motto „Recruiting“ steht dann der 9. September. An diesem Tag steht das Studium der Naturwissenschaften im Mittelpunkt. Studenten und Studieninteressierte können dabei viel über Berufschancen, Arbeitsfelder und Karriereeinstieg erfahren.

Wer fleißig lernt, darf auch mal feiern

Nicht nur Lernen und Entdecken kann man auf der IdeenExpo. N-JOY ist auf der IdeenExpo für das musikalische Rahmenprogramm zuständig. Mit Clueso, Christina Stürmer und Silbermond treten drei Top-Stars der Musikszene auf. Unterstützt werden sie von Newcomern wie Bosse, Dennis Lisk und WIR. Die Konzerte finden am 5., 11. und 12. September jeweils um 17 Uhr statt. Am 12. September wird es zusätzlich noch eine Autogrammstunde mit den Soapstars aus „Marienhof“ und Verbotene Liebe“ geben. Der Clou: Alle Veranstaltungen sind, wie die gesamte IdeenExpo, komplett kostenlos.

Interesse ist schon jetzt groß

Pressekonferenz in der NordLB
Andreas Kuhlage und die Botschafter

Wer auf der IdeenExpo einen Workshop besuchen will, sollte sich mit der Anmeldung beeilen. „Die mehr als 25.000 Workshopplätze sind schon zu zwei Drittel ausgebucht. Wir hoffen, die 162.000 Besucher der IdeenExpo 2007 noch übertreffen zu können“, zeigt sich IdeenExpo Geschäftsfrüher Wolfgang Weidemann erwartungsvoll.

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Antriebe der Zukunft

Von eROCKITs, selbst fahrenden Autos und Wasserstoff aus der Sahara

Axel Richter leitet bei TÜV NORD Mobilität den Bereich Automobil & Ausland mit über 150 Mitarbeitern. Zu dieser Abteilung gehört auch das Institut für Fahrzeugtechnik und Mobilität. Hier beschäftigen sich Wissenschaftler und Ingenieure mit der Prüfung neuer Antriebstechnologien und ihrer Zulassung. Sicherheit und Umweltschutz sind dabei die wichtigste Maxime des Instituts. Die TÜV NORD Gruppe ist einer der bisher über 150 Aussteller und Sponsoren der IdeenExpo 2009. Im Interview sprach Diplom-Ingenieur Axel Richter mit mir über Antriebe der Zukunft und verriet dabei jede Menge spannende Projekte aus der Forschung.

Birk Grüling: Vor etwa 100 Jahren gab es mit der Erfindung des Autos und der Motoren eine technische Revolution. Wird es eine solche Revolution durch neue Antriebstechnologien noch einmal geben?

Axel Richter: Nein, da ist keine weitere technische Revolution zu erwarten. Viele neue Technologien sind schon älter. Es wurden nur einzelne Kompetenten weiter entwickelt und neue technische Möglichkeiten geschaffen. Ich würde diesen Entwicklungsprozess nicht als Revolution bezeichnen, sondern eher als Evolution.

Birk Grüling: In den Medien hört man immer vom Hybridantrieb bei Autos als „neues Wunder“. Was steckt eigentlich hinter dieser Technologie?

Axel Richter: Im Grunde ist der Hybridantrieb eine elektrische Unterstützung für den Verbrennungsmotor. Da gibt es verschiedene Stufen. Die erste ist der Mildhybrid mit ca. 6 kW bis 20 kW elektrischer Leistung, die parallel zum Verbrennungsmotor eingesetzt wird. Zum Beispiel wird die Bremsenergie, die bei konventionellen Antrieben in Wärme umgesetzt, bei dem Mildhybridkonzept in elektrische Energie umgewandelt. Vollhybride können nur mit dem Elektromotor betrieben werden. Der Verbrennungsmotor kann zugeschaltet werden oder dient zur Aufladung der Batterie. Dieser Antrieb kann im Stadtverkehr den Benzinmotor ersetzen und so den Schadstoffausstoß vermindern. Die dritte Stufe ist der sogenannte Plugin Hybrid, beim dem die Batterie durch Stromzufuhr bei Stillstand aus dem Stromnetz geladen wird.

Birk Grüling: Schadstoffausstoß ist ein gutes Stichwort. Wie umweltfreundlich sind denn die neuen Antriebstechnologien?

Axel Richter: Im innerstädtischen Bereich ist der Hybridantrieb sehr umweltfreundlich. Auf der Autobahn ist der Antrieb aber noch schwach und der Benzinmotor muss sich zuschalten. Dadurch gibt es keine große Entlastung im Schadstoffbereich. Wenn man sich den gesamten LifeCycle ansieht, das heißt Entsorgung von Verschleißteilen oder Reparaturen, nehmen sich die einzelnen Technologien zurzeit kaum etwas. Der Pluginhybrid, wird nur mit elektrischem Strom betrieben. Aber auch Strom muss produziert werden und das geht auch in den meisten Fällen nicht ohne CO² Ausstoß.

Birk Grüling: Gibt es denn Aussicht auf einen umweltfreundlicheren Antrieb?

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Axel Richter: Eine Möglichkeit wäre natürlich die Nutzung von regenerativem Strom aus zum Beispiel Windkraft. Hier kann man das Auto auch als Energiespeicher nutzen, etwa für nachts produzierten Strom, der nicht in derselben Menge wie am Tag benötigt wird. Allerdings ist hier das Problem, wie Strom und Auto zusammen kommen. Auch Brennstoffzellen in Autos mit Wasserstoff zu betreiben, wäre möglich. Aber es gibt zurzeit noch nicht genug wirtschaftliche Produktion von Wasserstoff und der Wasserstoff müsste noch weiter komprimiert werden, sonst braucht man zu große Tanks. Die Versorgung könnte aber zum Beispiel durch große Kraftwerke in der Sahara stattfinden. Durch Hydrolyse würde man dort umweltfreundlich Wasserstoff mit Hilfe von Solarenergie erzeugen, das ist aber noch zu teuer und zu weit weg.

Birk Grüling: Welche Voraussetzungen muss eine neue Antriebstechnologie mitbringen, um sich auf dem Markt zu behaupten?

Axel Richter: Ganz einfach, die verfügbare Menge an herkömmlichem Kraftstoff muss weniger werden, so dass man nicht anders kann, als sich Alternativen zu suchen. Zweitens muss die alternative Antriebsform kostengünstig sein. Das sind die Gesetze des Marktes. Einen Elektro-Smart für 30.000 Euro finden die meisten Menschen einfach zu teuer.

Birk Grüling: Der Autoindustrie wird häufig vorgeworfen, sie würde neue Technologien verhindern und zurückhalten. Stimmt das?

Axel Richter: Eher nicht. Die Automobilindustrie beschäftigt sich schon sehr mit neuen Technologien und forscht dort auch fleißig. Aber natürlich ist sie auch immer an den Markt gebunden. Der entscheidet schließlich was gekauft wird. Allerdings hat sich auch immer wieder gezeigt, dass von der Forschung der Autobauer auch andere Industriezweige profitieren können.

Birk Grüling: Welche Rolle spielt der TÜV bei der Forschung?

Axel Richter: Wir von TÜV NORD sind Entwicklungsbegleiter und sorgen als Typprüfer für Sicherheit. Zum Beispiel entwerfen wir gerade für einen Automobilersteller Arbeitsschutzvorgaben für die Hochvoltbatterien in Elektrofahrzeugen. Wir sind auch in die Entwicklung eines Sicherheitskonzeptes für Elektrofahrzeuge involviert, das im Fall eines Stromausfalls den Wagen fahrtüchtig hält. Der Fahrer muss sein Fahrzeug jederzeit gefahrlos auf den Standstreifen oder den nächsten Parkplatz lenken können. Das muss man sich wie beim menschlichen Körper vorstellen: Es geht darum, notwendige Funktionen zum Überleben im Notfall zu erhalten. Das bedeutet beim Auto zum Beispiel die Lenkung und den Motor.

Birk Grüling: Aus Science Fiction Filmen kennt man fliegende Autos. Ist das realistisch? Und wie lange dauert es noch, bis sich die heute futuristisch wirkenden Technologien endgültig durchgesetzt haben werden?

Axel Richter: Fliegende Autos, warum eigentlich nicht? Warum sollte es das nicht geben? Eines ist gar nicht mehr so weit weg, das autonome Autofahren. Dabei muss der Autofahrer nicht mehr direkt eingreifen. In den USA gibt es dazu Wettbewerbe, bei denen auch VW immer weit vorne dabei ist. Im Prinzip gibt es das heute schon, zum Beispiel als Parkassistent und Fahrspurkontrolle. In Zukunft wird es auch zu mehr „Kommunikation“ zwischen den Autos auf der Straße kommen. Ein plötzliches Bremsmanöver oder ein Auffahrunfall wird dann den nachfolgenden Fahrzeugen automatisch mitgeteilt, so dass Unfälle vermieden werden können. Bei der Entwicklung des Elektroautos ist derzeit die Batterie noch das Problem. Aber ich denke, dass in fünf bis sechs Jahren Elektroautos mit längeren Fahrstrecken pro Batterieladung kostengünstiger produziert werden können. Automobile mit Wasserstoffantrieb könnte es in 20 bis 30 Jahren in größeren Stückzahlen geben. Auf der Seite www.betterplace.com kann man sich ansehen, wie das Fahren mit Elektrofahrzeugen zukünftig organisiert werden könnte.

Birk Grüling: Kommen wir zur letzten Frage. Was kann ich denn jetzt schon für die Umwelt tun?

Axel Richter: 60 Prozent der täglichen Autofahrten sind unter fünfzig Kilometern. Davon ist die Hälfte unter 15 km. Da sollte man sich überlegen, ob man nicht lieber öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder die eigenen Füße nutzt. Auch der Fahrstil ist nach wie vor entscheidend. Umsichtiges Fahren spart Benzin, Nerven und mehr Zeit kostet es auch kaum.

Über die TÜV NORD Gruppe

Die TÜV NORD Gruppe ist mit über 8.400 Mitarbeitern, davon mehr als 6.600 mit technisch-naturwissenschaftlichem Hintergrund, einer der größten technischen Dienstleister in Deutschland. Ebenso ist sie in über 70 Staaten Europas, Asiens, Afrikas und Amerikas tätig. Die führende Marktposition verdankt die Gruppe ihrer Kompetenz und einem breiten Beratungs-, Service- und Prüfspektrum in den Geschäftsbereichen Mobilität, Industrie Services, International, Rohstoffe sowie Bildung und Personal. Ihr Leitmotiv: „Wir machen die Welt sicherer”.

www.tuev-nord.de

Über TÜV NORD Mobilität

Mobilität sicher genießen - dafür steht TÜV NORD Mobilität. Zum Dienstleistungsangebot gehören Fahrzeug- und Führerscheinprüfungen, Fahrzeugbegutachtungen, ebenso aber auch die entwicklungsbegleitende Beratung für die Automobil- und Zulieferindustrie oder Consulting- und Vermarktungsdienstleistungen für unterschiedliche Kundengruppen. Außerdem begutachten Ärzte und Psychologen im Medizinisch-Psychologischen Institut des Unternehmens Menschen, die ihren Führerschein verloren haben, um sie so wieder in den Straßenverkehr zu integrieren.

www.tuev-nord.de/mobilitaet

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Die IdeenExpo-Botschafter Jil und Michel sitzen in weißen Schutzanzügen tief über die Teststreifen gebeugt. Unter den wachsamen Augen von Kathrin Jahn (MTA im Bereich Spurensicherung) untersuchen die beiden Blutspuren auf einem Taschentuch. Ist es wirklich menschliches Blut oder nur Farbe? Die beiden sind zu Besuch in einem Labor des Kriminaltechnischen Institutes (KTI) des LKA Niedersachsen. Hier im Labor landen die Beweismittel für die genauere Untersuchung, von der DNA-Spur bis zum gefälschten Ausweis.

Doch mit CSI Miami hat der Arbeitsalltag hier nicht viel zu tun. Die Flure des LKA sind grau und die Labore voll gestellt mit Mikroskopen und anderen Analysegeräten. „CSI ist natürlich keine Realität. Wir betreten eher selten die Tatorte. Das machen die Kollegen von der Spurensicherung. Hier werden die Spuren analysiert und ausgewertet und dann die Ergebnisse zu den Dienststellen weitergeleitet“, beschreibt Dr. Ulf-Eike Werner (Sachverständiger für Molekulargenetik) die tägliche Arbeit.

Inzwischen schaut Jil gespannt auf einen Teststreifen. „Der Streifen sieht aus wie ein Schwangerschaftstest“, lacht sie und präsentiert stolz das Ergebnis: Bei einer der Proben handelt es sich wirklich um menschliches Blut. Der erste Fall der IdeenExpo-Botschafter ist damit gelöst. „Als nächstes würde jetzt die DNA-Prüfung folgen. Dafür haben wir eine große Maschine, die 96 Proben auf einmal testen kann. Diese Prüfung dauert circa einen halben Tag“, erklärt Ulf-Eike Werner die nächsten Schritte bei einer richtigen Ermittlung.

Für eine solche Probe haben Jil und Michel keine Zeit, denn der nächste Fall wartet schon auf sie. Jetzt geht es zur Untersuchung von Pässen und Ausweisen. Experte für Fälschungen und ihre Aufdeckung ist Dipl.-Ing. Jörg Aehnlich.(Sachverständiger für Urkundenuntersuchung) Er sitzt vor einem riesigen Bildschirm, der mit zwei Grafikkarten gesteuert werden muss. Neben dem Rechner steht ein spezielles Beleuchtungsgerät, unter dem man Dokumente ausleuchten kann. Durch verschiedene Wellenlängen und Lichtstärken können so auf dem Monitor Spuren sichtbar gemacht werden.

Zuerst legt Aehnlich eine CD-Hülle, die mit UV-Pulver bestrichen ist, unter die Leuchte. Sofort erscheinen klar und deutlich einige Fingerabdrücke auf dem Bildschirm. „Hier ist wirklich etwas wie bei CSI. Wir haben auch die blauen Leuchten und orange Brillen“, erzählt Aehnlich und teilt letztere aus. Durch die Brille sieht man deutlich Fingerabdrücke und entdeckt gefälschte Pässe ohne Probleme, alles dank der Physik und der Chemie. „Endlich sieht man mal, wofür man in der Schule Physik hat. Es ist echt spannend das ganze theoretische Wissen aus dem Physik-Leistungskurs mal in der Praxis anzuwenden.“, freut sich Michel.

Als nächstes liegen gefälschte Geldscheine und Ausweise unter dem Licht. Schnell fällt das seltsame Leuchten des Papiers auf. Echte Geldscheine haben einen hohen Baumwollanteil, schlechtes gemachtes Falschgeld aus Druckerpapier leuchtet unter UV-Licht stark. Deshalb haben Kassiererinnen an der Supermarktkasse auch immer kleine blaue Lampen zur Überprüfung der Geldscheine.

Die Qualität der Fälschungen unterscheidet sich enorm. Ein „gut“ gefälschter Ausweis ist nur unter dem Mikroskop als Fälschung zu erkennen und deshalb auf dem Schwarzmarkt bis zu 15.000 Euro wert. Ein besonders kurioser Fall war zum Beispiel eine Fälschung, bei der der Täter mit einem Kinderstempel die Adler auf dem Ausweis nachgemacht hat. „Solche Fälle sind natürlich immer ein Highlight unserer Arbeit. Klar hat unser Beruf viel Tagesroutine wie Ausweisprüfungen, aber es gibt eben auch immer Fälle, wo man richtige Detektivarbeit leistet“ erzählt Aehnlich strahlend von seiner Arbeit.

Die Kriminaltechniker des LKA können nicht alles allein klären, aber in Zusammenarbeit mit den Ermittlern werden die meisten Fälle doch gelöst.

Nach drei Stunden Arbeit im LKA-Labor treten die beiden IdeenExpo-Botschafter wieder in die Sonne. „Das war echt super spannend. Mir war gar nicht klar, wie aufwendig das ganze doch ist“, freut sich Jil über einen lehrreichen Tag.

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Radio ist ein typisches „Begleitmedium“. Das heißt, es läuft bei uns immer im Hintergrund und wir nehmen es oft gar nicht richtig wahr. Es spielt die Musik im Badezimmer, verhindert mit den neusten Verkehrsmeldungen, dass wir im Stau stehen oder liefert die aktuellsten News. Wir können es immer hören, ohne dabei mit unserer eigentlichen Tätigkeit aufhören zu müssen. Wir müssen nicht hingucken oder gar dauernd irgendwelche Tasten bedienen. Doch wie funktioniert eigentlich ein Radio und wie ist es entstanden?

Erstmal gibt es beim Radiohören drei Elemente: Erstens Menschen, die sich das Radioprogramm ausdenken und es aufnehmen, zweitens eine Technologie, die diese Aufnahmen überträgt und drittens ein Gerät, dass die Sendung in unsere Zimmer bringt. Die Vorstufe des Radios ist deshalb auch das Telefon. Die Erfindungen des Telefons und des Telegraphen im ausgehenden 19. Jahrhundert lieferten also die technische Grundlage für unseren Hörfunk. Bereits 1901 wurde die erste Nachricht drahtlos per Telegraph über den Atlantik geschickt. Im Prinzip waren es einfach elektrische Wellen, die von einem Sender zu einem Empfänger gesendet und dort entschlüsselt wurden.

Um 1906 wurden dann die ersten Radios entworfen. Die erste richtige Radiosendung sollte 1919 aus Holland kommen. Hanso Schotanus à Steringa Idzerda produzierte dort aus seiner Wohnung fünf Jahre lang an vier Tagen in der Woche sein eigenes Programm, bis ihm irgendwann das Geld ausging.

Als Geburtsstunde des Radios in Deutschland wird der 29. Oktober 1923 bezeichnet, an dem erstmals ein Konzert live übertragen wurde. 1924 gab es in Deutschland nur rund 1.600 Menschen mit Radio. Aber der erste Schritt zu einem Massenmedium war getan.

Die elektrischen Wellen, die damals und heute den Menschen Musik und Nachrichten brachten und bringen, können nur in einem bestimmten Bereich in Sprache umgewandelt werden, zum Beispiel in einem Frequenzbereich um 100 Hertz. Darum haben unsere meisten Sender eine Frequenz von zum Beispiel 101,4 oder 99,5. Die Frequenz ist einfach nur der Abstand, mit dem die verschiedenen Wellen aufeinander folgen. Im Prinzip hat sich an der Empfangstechnologie nicht viel geändert, nur die Radios sind kompakter und leistungsfähiger geworden.

Im Dritten Reich wurde das Radio endgültig zum Volksmedium, daher auch der Begriff „Volksempfänger“. Die Nationalsozialisten setzten das Radio zur Verbreitung ihrer Propaganda ein. Deshalb waren 1941 bereits 65 Prozent der deutschen Bevölkerung mit einem Radio ausgestattet. Nach dem Kriegsende wurden neuen Rundfunkanstalten geschaffen, zum Beispiel der NDR, MDR oder Radio Bremen. Seit 1985 gibt es neben den öffentlich-rechtlichen Sendern auch die privaten Sender wie FFN oder Eins Live. Heute ist der analoge Radioempfang wie wir ihn kennen leider auch schon wieder überholt, bald wird der komplette Empfang von analog auf digital umgestellt. Die technische Grundlage bleibt die gleiche, allerdings ist die digitale Übertragung sehr viel leistungsfähiger.

Das digitale Radio ist für Experten einer der größten Schritte in der Geschichte des Hörfunks, vergleichbar mit dem Senden der ersten Nachricht oder dem Umstellen auf UKW. Zum Beispiel nimmt durch die Ausweitung des Empfangsbereiches auch die Zahl der Sender zu. Es gibt mehr Platz für neue Sender, wie zum Beispiel einen eigenen Rocksender oder einen speziellen Kanal nur für Kinder. Schon heute gibt es neben den herkömmlichen Sender bis zu 16 weitere, Tendenz steigend.

Auch der Komfort spricht für die Umstellung. Ein digitales Radio ist störungs- und rauschfrei und kann alle Sender problemlos empfangen, egal wo es steht. Die Sender müssen auch nicht mehr über Frequenzen eingestellt werden, sondern können über den Namen gesucht werden. Die gehörten Sender speichert das Radio. Alles Argumente für die neue Technologie, dachte sich auch die Bundesregierung und hat deshalb die flächendeckende Einführung von digitalem Radio bis 2010 beschlossen.

Habt ihr schon Erfahrungen mit dem digitalen Radio oder werdet ihr vielleicht sogar das gute alte Rauschen eures alten Radios vermissen?

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birk_segovax_pixeliodeIch sitze mit meiner Gitarre auf dem Bett- rand. Ein Freund hat mir versprochen, mir Spie- len beizubringen. Etwas entnervt zupfe ich an den Saiten meiner Gitarre, alles ist etwas schwerer als gedacht. Immerhin erklingt bei jedem Zupfen ein Ton. Gegenüber steht die Fender-E-Gitarre mei- nes Kumpels. Ich schnappe sie mir und spiele einen E-Akkord. Komisch, der Ton klingt ganz komisch, sehr schwach, überhaupt die E-Gitarre ist auch viel flacher als meine Western-Gitarre. Erst als ich den Stecker in den Verstärker stecke, ertönt der laute E-Akkord, aber ganz anders als gewöhnt. Komisch, denke ich, wer ist eigentlich auf die Idee mit dem Verstärker und der E-Gitarre gekommen?

Es war um 1920. In Amerika spielten Big Bands mit vielen Instrumenten. Die Gitarristen hatten ein großes Problem, sie gingen in dem Instrumentengewühl der Lieder oft unter. Die Gitarre muss einfach lauter werden, doch die Instrumentbauer der damaligen Zeit sind mit dieser Aufgabe noch überfordert. Zwar spielen einige Bastler mit elektronischem Verstärker herum. Leider stoßen diese Experimente aber auf Skepsis und verlaufen im Sande.

Erst 1931 haben zwei Menschen eine zündende Idee. Die Gitarrenbauer Adolph Rickenbacher und George Beauchchamp entwickeln einen Tonabnehmer, der auf dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion basiert. Dabei werden die Saitenschwingungen durch Dauermagnete in schwache elektrische Signale umgewandelt und in einen Verstärker weitergeleitet. Dort werden die Schwingungen zu Töne verwandelt. Mit der Erfindung trat Rickenbacher eine große Welle los. Alle großen Gitarrenbauer verbauten den Tonabnehmer.

Die erste, in Serie produzierte E-Gitarre, war die Gibson ES-150. ES steht für Electric Spanish und die 150 einfach für den Kaufpreis von 150 Dollar.

1941 kam es dann zu einer wichtigen Weiterentwicklung hin zur modernen E-Gitarre. Er baute in „normale“ Gitarren ein massives Gerät ein, dadurch wurden die störenden Rückkopplungen unterdrückt und die Saiten konnten länger schwingen. Durch dieses Modell wurde auch der wohl bekannteste Gitarrenbauer aller Zeiten beeinflusst, Leo Fender.

Seine „Esquire“ war 1950 die erste E-Gitarre in Massenproduktion. Die Gitarre hatte keinen großen Resonanzkörper mehr wie eine akustische Gitarre, sondern war dünn wie ein Brett. Diese Version der Gitarre wird heute noch verkauft.

So entstanden die E-Gitarre und auch die Rockmusik. Die Gitarren wurden immer lauter und die Musik schneller. Natürlich haben sich die elektronischen Gitarren immer weiter entwickelt und heute gibt es ganz viele tolle neue Funktionen, aber die Version von 1930 ist heute immer noch Grundlage für die Rockmusik und die Gitarre das wohl beliebteste Instrument.

Ich schnappe mir wieder meine Gitarre und versuche erneut ein Lied zu spielen Noch klappen die Akkordgriffe sehr langsam, aber vielleicht werde ich ja auch mal……..

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Tontechniker Horst Hartmann

Tontechniker Horst Hartmann

Es ist 11 Uhr morgens, als ich Horst Hartmann an der TUI Arena treffe. Vor der Halle warten schon vereinzelte PINK- Fans in der Sonne auf den großen Auftritt ihres Idols. In der Halle ist große Hektik, seit 6 Uhr morgens sind die Techniker beim Aufbau. Große Trucks werden entladen und gerade proben die Beleuchtungstechniker ihre Effekte für die Show. Über 120 Leute werden heute für einen reibungslosen Konzertabend sorgen. In dem ganzen Trubel steht Horst Hartmann, wie ein Fels in der Brandung. Zu lange ist er schon der Toningenieur der ganz großen Stars. Musiker wie Nena, die Scorpions und die Toten Hosen lassen sich von ihm live abmischen und seit 2006 ist er der Monitor-Chef von PINK.

„Ich verstehe mich als Kellner für den guten Ton der Konzerte. Ich liebe die Herausforderung bei Konzerten. Dabei wird es nie langweilig und man hat keine Chance Fehler auszubügeln, wie im Studio. Aber wenn der Künstler lächelnd von der Bühne kommt, weiß ich, ich habe alles richtig gemacht“, beschreibt Horst Hartmann seine Arbeit.

Seit 1976 ist Horst Hartmann im Geschäft, damals war er erster Toningenieur Deutschlands. „Ich habe mir die Technik damals quasi autodidaktisch beigebracht. Damals war das alles noch etwas einfacher. Heute sind die Mischpulte sehr kompliziert geworden und die Technik ist komplett digital. Man ist quasi Tontechniker, Netzwerkspezialist und Computerexperte in einer Person.“, erklärt Horst Hartmann seinen Werdegang. Allein für das PINK-Konzert sind es 25 verschiedene Tonmischungen. Auf der Bühne gibt es ein IN-EAR und Monitorsystem, d.h. einerseits hören die Musiker ihre Musik über Kopfhörer und anderseits über Monitorboxen, alles komplett digital und ohne Verkabelung versteht sich.

Jugendlichen, die sich für den Beruf des Tontechnikers interessieren, rät Hartmann vor allem eins, fragen, fragen und nochmals fragen. „Fragen und gute Antworten sind mehr wert als Geld. Man muss natürlich auch Glück haben, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Es ist ein harter Beruf mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, am Konzerttag kann man schon mal von 7 Uhr morgen bis 1 Uhr nachts arbeiten. Alles muss ja glatt laufen und Zeit ist ja bekanntlich Geld. Also steht man eigentlich unter Dauerstress.“, sagt Horst Hartmann und schaut auf die Uhr. Langsam wird es auch für ihn Zeit, die Band kommt in knapp zwei Stunden zum Soundcheck und kurz danach wird auch PINK eintreffen.

Die Tontechniker sollten natürlich eine große Begeisterung für Technik und Musik mitbringen. Vielleicht noch selbst ein Instrument spielen, wäre gut. Wer musikalisch ist, kann natürlich am Pult viel kreativer sein und manchmal schafft ein Tontechniker ja auch den Sprung auf die Bühne.

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